Ex-Präsi Wolgang Machur gibt einen Workshop zu dem Begriff der Nachhaltigkeit. Er wird auf die Herkunft und das Verständnis des Nachhaltigkeitsbegriffs eingehen sowie die Wirtschaft, die Konsumenten und den Politikprozess auf das Thema durchleuchten. Der Fokus liegt desweiteren auf internationalen Initiativen und Ansätzen.
oikos Hamburg freut sich auf alle Interessierten und lädt zu diesem einmaligen Workshop ein!
Wenn möglich bitte kurz unter oikosworkshop@googlemail.com (unverbindlich) anmelden.
Alle, die mehr über Anlagemöglichkeiten mit sozialem oder umweltfreundlichen Impact wissen wollen, sollten diesen Workshop nicht verpassen! Ökonomische Renditen und Sozialer Nutzen stehen nicht im Widerspruch. Lerne erfolgreiche Finanzprodukte auf diesem Gebiet kennen und werde an diesem Abend selbst zum Finanzingenieur!
Wo? VMP 5, Raum 0029
Wann? 19-21 Uhr am 09. Dezember 2009
Infoveranstaltung über oikos Hamburg e.V.
am Donnerstag, den 12. November um 18 Uhr im Wiwi Bunker, VMP 5, Raum 0079
Interessierte Studierende aller Fachbereiche sind herzlich eingeladen!
Diese Veranstaltung bietet Dir die Möglichkeit dich über oikos Hamburg und über das Thema Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft zu informieren. Erfahre außerdem wie du deine eigenen Projekte im Rahmen von oikos umsetzen kannst. Und lerne unser internationales Netzwerk um oikos international kennen.
Podiumsdiskussion am 16.12.08: „Die Zukunft der Finanzmärkte – kurzfristiger Profit oder nachhaltige Entwicklung?"
Die Podiumsdiskussion am 16. Dezember versuchte, Ökonomie mit Ökologie thematisch zu vereinbaren und die Finanzmärkte der Zukunft ethisch verlässlich, ökologisch kompatibel und marktwirtschaftlich verantwortungsvoll zu definieren und konzipieren. Die Diskussion wurde von oikos Hamburg e.V. initiiert, der Studentenorganisation für nachhaltiges Wirtschaften. Gesponsort wurde die Veranstaltung von der GLS Bank.
Herr Caspar Dohmen, Wirtschaftsredakteur und Buchautor, sprach über die internationalen Zusammenhänge der Finanzkapitalströme. Er kritisierte die Steuer- und Bankenoasen, forderte mehr politisches Engagement für staatliche Kontrollorgane und definierte das Primat der Politik vor der Wirtschaft. Herr Andreas Neukirch, Vorstand der GLS Bank, überzeugte mit der These, dass Wirtschaftlichkeit und Ökologie durchaus kompatibel seien. Er definierte acht Thesen zur Erreichung dieses Zieles. Prof. Dr. Udo Reifner, Direktor des Instituts für Finanzdienstleistungen an der Universität Hamburg, kritisierte die „Wucher- und Betrugsstrategien“ der Banken. Das Bankgeschäft sei ausschließlich Kreditgeschäft, wobei Zinsen und Konditionen den Gesetzen der Verkehrssitte und nicht des Wuchers unterliegen sollten. Mangelndes Vertrauen in das Bankensystem würde der Wirtschaft schaden. Der Moderator, der freie Autor Dr. Friederich Mielke, wies darauf hin, dass nicht alle Banken „Betrüger“ seien – dass z. B. Barack Obama die Banken brauche, um sein Investitionsprogramm für die alternative Energie realisieren zu können. Prof. Reifner räumte ein, dass „80 Prozent der Bankgeschäfte“ fair seien. Die schwarzen Schafe hätten jedoch eine verheerende Wirkung.
Während der Diskussion entstand der Konsens, dass der Weg an einer nachhaltigen Entwicklung nicht vorbei gehen könne. Fragen zur Finanz- und Wirtschaftskrise verdeutlichten die aktuelle Unsicherheit der Bürger angesichts der fragwürdigen Bankgeschäfte. Der Moderator schloss mit dem Hinweis, dass eine Krise auch die Chance für einen Neubeginn und einen Strukturwandel böte. Abgerundet wurde das Ereignis durch Bio- Weihnachtsgebäck und Bio- Wein. Die etwa 150 Teilnehmer an der Podiumsdiskussion nahmen dieses Angebot gern an.